Berichte von 02/2016

Meine Andalusienreise mit Jule!

Montag, 01.02.2016

Hallo ihr Lieben

 

 

Ich werde euch nun von meiner eindrucksvollen Reise durch Andalusien mit Jule, der besten Reisebegleitung berichten. Jule macht derzeit ein FSJ in Rumänien und musste zum Zwischenseminar nach Sevilla kommen.

                                 

 

Unser erster Stop - Ronda :

Morgens früh begaben Jule und ich uns zum Bushof von Cadiz und lernten erst einmal lustige Missionäre aus Las Vegas kennen und unterhielten uns während des Wartens mit ihnen. Dann kam der Bus und wir waren fast die Einziegen im Bus. Die Busfahrt war beeindruckend. Durch die Sierra von Cadiz mit ihren grün bewachsenen Bergen vorbei an Olivenbaumfeldern und wilder Natur. Wir fuhren sogar durch das kleine Dorf namens " Serano". Na, woher kennt ihr den Namen? Genau, der berühmte Serano Schinken. Auch wenn Wikipedia was anderes sagt sind Jule und Ich fest davon überzeugt dass der Serano Schinken aus diesem kleinen Dorf kommt!!

 

Als wir in Ronda ankamen suchten wir erst einmal mit unseren riesen Backpacker Rucksäcken unser Hotel und legten eine kleinen Siesta ein.

Als wir unsere individuelle, ungeplante Stadttour durch Ronda starteten, führte es uns zuerst an den plaza del Torro, an die Stierkampfarena. Auf Nachfrage wurde uns sogar erzählt dass dort immer noch Stierkämpfe statt finden, was mich sehr überraschte.

 

Während unseres Rundganges durch das friedliche Städtchen viel uns etwas ganz merkwürdiges auf: Überall wo man hinschaute waren Selfiesticks und wenn man genauer hinschaute am Fuße gaaanz viele Chinesen. Überall. Es gab eigentlich kaum Einheimische was Jule und mich wirklich wunderte. Aber wir vergaßen die Frage, wo die ganzen Chinesen herkamen schnell als uns ein Weg durch einen kleinen, angelegten Park an einen der viele Aussichtspunkte von Ronda führte! Es war einfach unglaublich! Ich werde mir keine Mühe geben Worte dafür zu suchen denn die gibt es nicht. es war wie im Film denn an diesem ruhigen Ort befand sich auch noch eine frau die Harfe spielte. Jeder der schonmal eine Harfe gehört hat kann sich vorstellen wie bezaubernd und magisch diese Töne sind.

Als wir uns nach einiger Zeit wieder von diesem magischen Ort lösen konnten kamen wir auch schon direkt zur berühmten "puente nueva". Sie verbindet die Alt- und die Neustadt von Ronda und wenn man hinunter Blickt tut sich eine riesige, grünbewachsene Schlucht auf mit Südländischen Pflanzen, weißen Bäumen und Kakteen. hindurch fließt ein Fluss und ein Wasserfall!

Die Altstadt Rondas ist sehr still und ruhig aber sehr einladend mit ihren vielen kleinen Gässchen. Wir suchten uns eine Tapasbar und ließen uns erstmal mit Paella, pisto de venduras und vielen weiteren Tapas gut gehen. Danach ging es müde und erschöpft zurück ins Hotel um Energie für den nächsten tag zu tanken denn die konnten wir gut brauchen, was wir zu dem Zeitpunkt noch garnicht wussten.

Am nächsten Morgen wollten wir etwas "spazieren gehen" und ließen uns an der Touristeninfo über routen beraten. Wir wählten die angeblich 1 h Route.

Der Weg runter Richtung tal war wieder magisch. Bäume und pflanzen die man zu vor noch nie gesehen hat, die zwitschernen Vögel um uns rum, die Ruhe und die ständig kilometerweite Aussicht und der blaube Himmel. Es wehte auch immer eine warme Briese.

Das Bild mit dem Senior in der Mitte hat auch noch eine Story wo Jule und ich immer schmunzeln müssen. Als wir an einem Aussichtspunkt ankamen sprach er uns direkt an. Jule und ich gingen locker und lustig auf die Konversation ein. Nach einiger Zeit viel uns und auch den anderen Leuten die uns mitleidig anschauten auf, dass er nicht mehr aufhörte uns die einzelnen Punkte der Landschaft inklusive Bäume und gefühlt jeden einzelnen Stein genaustens zu beschreiben und zu erklären. Er war aber total nett und wir hörten lange zu. Am Ende machten wir dann noch ein Foto mit ihm. Netter Kerl :D

Ich glaube hier kann man erkennen wie fertig wir nach der Wanderung waren.

Unten, also am Fuße Rondas angekommen wählten wir ganz intuitiv den rechten weg. Die Chinesen wurden immer weniger. Das einzige was uns begegnete war ein süßer Esel. Wir entfernten uns immer weiter von dem gigantischen Berg auf dem Ronda gelegen ist. Es war glühend heiß und der weg nahm kein Ende. Es ging immer weiter berg auf. immer anstrengender wurde der steinige weg. Trotzdem konnten wir immer noch die unglaubliche landschaft, in der wir uns befanden genießen. Als uns der Weg durch einen Pinienwald führte, kreuzten wir plätzlich den Weg von tausenden raupen die auf die andere Seite des Waldes wollten. Ein Phänomen der Tierwelt was wir miterleben durfte (auch wenn ich teilweise schreiend dort durch gehüpft bin :D) aber trotzdem ... :D

irgendwann sahen wir dann Ronda wieder. ich glaube wir sind 4 stunden oder so gewandert und waren unglaublich stolz es durchgezogen zu haben ( da zwischendurch mal der Gedanke an ein taxi bestand :D :D).

Was ich noch sagen muss ist dass allen menschen denen wir begegnet waren, wirklich nett waren!Wir duschten uns und gönnten uns dann am Abend eine leckere Paella mit Churros als nachtisch.

 

 

2. Stop - Granada :

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Granada. Ich fragte den taxifahrer der uns zum Hotel fuhr nach ein paar essentiellen Informationen über Granada da wir keinen Plan hatten was uns erwartet und fanden beiläufig raus, dass dort das Weltkulturerbe die Alhambra war.

Aber erstmal mussten wir was essen und sezten uns in ein restaurant wo der Kelner die ganze Zeit von jules Sonnenbrille schwärmtze. jaja die Spanier sind schon ein Volk für sich.

Wir wanderten etwas durch die Stadt und beteten sogar ein Dankesgebet in der berühmten Kathedrale von Granada. Dann ging es ins Hotel und Jule schnitt mir spontan die Haare wieder kürzer.

Am nächsten Tag hatten wir großes vor. Die Alhambra!! Doch erst mussten wir durch die halbe Stadt laufen um mir blasenpflaster zu besorgen da meine Schuhe nicht optimal zum wandern waren. dann ging es mit dem kleinen Bus auf den Berg und wir merkten schon, dass Touristen aus aller welt von der unglaublichen Ausstrahlung der Alhambra angezogen wurden.

Die Alhambra ist eine alte Festung aus dem Jahre 854 ( oder so) und ist nicht typisch europäisch. Man denkt, wenn man sich dort drin befindet, man sei in Marokko oder einem anderen arabisch/ maurischem Land. Die Alhambra ist riesig ! Sie beinhaltet mehrere Paläste, die Alcazaba und den Generallife, wunderschöne, riesige angelegte Gärten mit Bächen, arabischen Torbögen und Gebäuden und immer eine Aussicht auf ganz Granada bei blauem Himmel.

 

Man fühlt sich direkt wohl in der Alhambra. In einem Souvenierladen überredete ich Jule ein Fotoshooting zu machen und wir zogen uns marrokanische Gewänder und Schmuck an und ließen uns in einem typisch arabisch gestalteten Raum fotografieren.

Es war wirklich unglaublich lustig dieses Shooting in den Gewändern!

Wir waren wirklich fast den ganzen Tag dort oben und genossen das Feeling.

Ich rate jedem der die Alhamra auch mal besichtigen möchte das Ticket für die Alcazaba und den Generalife zu nehmen. Es lohnt sich sehr.

 

         

Als wir fertig mit unserer Besichtigung waren spazirten wir wieder runter in die Stadt vorbei an viele gewürzständen, Bächen, Straßenartisten und Geschäften. Durch die Alhambra hat auch die Stadt an sich einen sehr außergewöhnlichen, arabischen Touch und strahlt viel Ruhe aus. In Granada fühlt man sich wohl und es ist auch eine Stadt für Großstadtmuffel.

Am Abend tranken Jule und ich zum Abschluss einen vino tinto de verano (das kann man vergleichen mit Rotwein mit Fanta).

                       

                                                                                  

3.Stop -  Sevilla:

 

Früh Morgens und total erschöpft nahmen Jule und ich den Bus und dann den Zug nach Sevilla. es ist immer wieder toll durch Andalusien mit dem Zug zu fahren da man wirklich unterschiedlichste Eindrücke auf nimmt. Ich schlief fast die ganze Zeit im Zug.

In Sevilla angekommen fuhren wir erstmal durch die Stadt zur unserer Jugendherberge wo schon die vier anderen Freiwilligen aus Cadiz warteten.

Ich werde nicht ins Detail bezüglich des 5 tägigen Seminars gehen aber eine Zusammenfassung schildern.

 

Diese paar Tage in Sevilla waren unglaublich für mich!

Das ist der Plaza Espana!

Erstmal ist Sevilla eine unglaublich beeindruckende Stadt mit einem Fluss, dem Plaza Espana ( an dem auch schon Starwars und Game of Thrones gedreht wurde), Pferdekutschen, meisterwerke der Architektur, grüne Parks mit Orangenbäumen und Seen und ner echt coolen Einkaufsstraße. Ich kann jedem Sevilla empfehlen denn Sevilla ist sehr individuell und einfach sehenswert.

 

 

Aber an diesen 5 Tagen hat mich nicht nur die Stadt an sich begeistert, sondern auch das Seminar. Ich konnte die  Monate bisher einfach perfekt reflektieren und verstehen was alles passirt ist und welche Herrausforderungen ich schon alle bewältigt habe.

Ich konnte einen mehr als positiven Rückblick auf meine Zeit in Spanien erlangen die mir sehr viel gegeben hat und ich dankbar für Alles bin.

Es lief vieles für mich schief aber genau so wie es passirt ist, war es richtig und dafür bin ich dankbar! Auch bin ich sehr dankbar für Jule die mir eine sehr gute Freundin geworden ist und mit der ich mich jeder Zeit wieder in ein neues Reiseabenteuer stürzen würde ( Marokko ist schon in Planung :D).

 

Aufgrund dieses Seminares befinde ich mich im Moment in einer sehr bewussten Phase und versuche zu schätzen was ich habe.

Ich genieße die letzte Zeit hier in dem ich am Strand jogge und meditiere und so oft wie möglich draußen Sonne  tanke. Dass ich gestern eine vll 10 cm große Kakalake in meinem Zimmer gefunden habe gehört zwar nicht zu dem Genuss, war aber auch noch mal eine Erfahrung.

Ich beende hiermit meinen Bericht

 

Lg und Respekt wer bis zum Ende gelesen hat :D

LG

Gini